Klangfarben - farbige Klänge: darum geht es Bettina
Messerschmidt vor allem in ihrer vielfältigen Beschäftigung mit
dem Cello.
Bei der möglichst authentischen Interpretation der Werke ist ihr
die Verwendung des passenden Instrumentariums einschließ-
lich der Bögen ein Bedürfnis. So spielt sie ihre Konzerte auf dem Cello, Barockcello oder Violoncello piccolo und hält ihre Bögen (Frühbarock, Barock- und Klassikbögen von Hans Reiners) je
nach Entstehungszeit des Werkes auch im französischen oder italienischen Untergriff.
In ihrer heutigen Berufspraxis kann Bettina Messerschmidt auf
die langjährige Erfahrung sowohl ihrer Engangements in
deutschen Sinfonieorchestern (Solocellistin der Schweriner Phil-
harmonie, Cellistin im Staatsorchester Frankfurt/Oder)
als auch seit 1990 als Barockcellistin in verschiedenen Ensembles,
die sich mit historischer Aufführungspraxis beschäftigen, bauen.
Farbigkeit und Lebendigkeit sind auch wichtige Bausteine des
Instrumentalunterrichts, für den Bettina Messerschmidt ent-
scheidende Anregungen in ihrer Musikkinesiologieausbildung
erhielt. 2001 spielte sie das Violoncellokonzert a-moll von
Johann Wilhelm Hertel als Erstaufnahme für den NDR
Hamburg ein.
Seit 2003 wirkt Bettina Messerschmidt regelmässig an Produktionen von Barockopern am Opernhaus Zürich mit (im Ensemble La Scintilla, Dirigenten u.a. Nikolaus Harnoncourt, William Christie, Marc Minkowski, Christopher Hogwood).  Des Weiteren trat Bettina Messerschmidt als Solistin mit der ersten Wiederaufführung von Cellokonzerten von Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) und Carl August Friedrich Westenholtz (1736-1789) bei den Festspielen Mecklenburg/Vorpommern in Erscheinung (mit dem Mecklen-
burgischen Barockorchester "Herzogliche HofKapelle").
Sehr prägend ist für Bettina Messerschmidt die Arbeit mit dem  Capriccio Barockorchester , wo sie seit 2008 festes Mitglied ist,
und dem Ensemble Merseburger Hofmusik (Leitung: Gewand-
hausorganist Michael Schönheit). 2011 gab sie zwei Konzerte auf Nachbauten Alemannischer Instrumente mit dem Ensemble Fluidi Montes (Basel) mit Musik Schweizer Collegia Musica.
Eine CD-Produktion mit den aufgeführten Cellokonzerten von J.W. Hertel und C.A.F. Westenholtz ist in Planung.